| Margarita
Richard arbeitete 1984 als Grundschullehrerin in der Nähe von der
Gemeinde Pascuales(bei Guayaquil) wo sich heute die Schule "Caminito de
Jesús" befindet. Da es dort keine Schule gab, gründete Margarita,
um den Kindern dieses Armenviertels eine Bildungschance zu geben, 1988
die Schule "Caminito de Jesús". Sie besetzte ca. 420 m2 unbewohntes
Land, welches niemand beanspruchte. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde,
die zu dieser Zeit aus 600 Familien bestand, begann sie, eine Hütte
aus Bambus zu bauen. |
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Das Land musste
Tag und Nacht bewacht werden, damit niemand anderes Anspruch darauf erheben
konnte. Einen Teil des Grundstücks hat Margarita allerdings wieder
verloren, da sie aufgrund ihrer Arbeit nicht die ganze Zeit anwesend sein
konnte. Als sie mit dem Bau der Hütte fertig waren, konnte der Unterricht
mit 25 Kindern beginnen.
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Margarita
gab ihre frühere Arbeit auf und unterrichtete von nun an die Kinder
der Gemeinde Pascuales. Sie beanspruchte nur einen sehr kleinen Geldbetrag
von den Eltern, um es allen Familien zu ermöglichen ihr Kind zur Schule
zu schicken. Ein Jahr später hatte sich die Zahl der Schüler
verdoppelt und es wurden zwei weitere Hütten gebaut und weitere
Lehrerinnen eingestellt. Die Zahl der Schüler wuchs beständig,
da auch Kinder aus der näheren
Umgebung die
Schule besuchten. 1991 kamen täglich mehr als 100 SchülerInnen. |
Durch die klimabedingten
starken Regenfälle konnte der Unterricht jedoch nicht in den Bambushütten
fortgesetzt werden, da das Dach diesen nicht standhielt. Daraufhin
unterrichtete Margarita für zwei Jahre in dem Haus einer Nachbarin,
wo jedoch zwei Klassen im selben Raum lernen mussten, was auf Dauer nicht
funktionieren konnte. Die finanzielle Situation wurde immer schwieriger,
da der Staat die Schule nicht unterstützte und Margarita auch keine
Hilfe von Nichtregierungs-Organisationen bekam. Das Desinteresse und
die Ignoranz derjenigen, die über Geld verfügen, gegenüber
der armen Bevölkerung ist in Ecuador stark ausgeprägt.
| 1992
sah Margarita sich dann gezwungen nach Deutschland zu gehen, um von hier
aus ihr Projekt voranzutreiben und nach finanziellen Mitteln zu suchen.
Von Hamburg aus hat sie mit Hilfe von Spenden und Patenschaften schon viel
erreicht: es wurde ein Gebäude aus Stein gebaut, die Zahl der Schüler
ist jetzt im Jahr 2007 auf 353 angestiegen und es arbeiten 13 Lehrerinnen und
ein Direktor in der Schule. |
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