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Eine
Eigenständigkeit zu erlangen, Dinge selbständig zu erfassen und
Entscheidungen frei zu treffen. Aus diesen Gründen hat Margarita Richard
1988 die Schule "Caminito de Jesús" gegründet. Sie möchte
mit dieser Einrichtung gezielt gegen die hohe Analphabetenrate kämpfen
und somit für das Recht des Menschen zur Selbstbestimmung und für
die Möglichkeit zu eigenverantwortlichem Handeln eintreten. Viele
Kinder unserer Welt wachsen in einem Viertel wie Pascuales, in dem die
Schule "Caminito de Jesús" liegt, in Elternhäusern auf, in
denen die Schriftsprache nicht geläufig ist. Ein Kind, das, im Gegensatz
zu seinen Eltern, eine Schule besucht, stellt nur langfristig gesehen eine
Hilfe dar. Die Überlegenheit ihrer Kinder, die manche Eltern empfinden,
veranlasst diese häufig, sich trotz der Möglichkeit einer besseren
Zukunft gegen den Schulbesuch ihrer Kinder zu stellen. Langfristiges Denken
und Handeln ist notwendig um Verhältnisse grundsätzlich zu verändern.
Aber das fällt angesichts der Lage, in der sich die meisten ecuadorianischen
Familien befinden, nicht leicht. |
Die Schule als ganzheitliche und unabhängige Einrichtung
Besonders
in Gegenden, in denen wenig Möglichkeiten für Veranstaltungen
und Treffpunkte bestehen, wird eine Schule oft zum Gemeindezentrum. Kinder
vieler Familien in gleichen Situationen lernen täglich zusammen. Eine
Schule gibt den Menschen, die zusammen in einem Viertel leben, die Möglichkeit
und damit die Chance, das Leben gemeinsam zu verändern und zu verbessern.
Eine Schule gibt den Kindern nicht nur eine Grundbildung und entlässt
sie nach Ende der Schulzeit in die Welt, sondern schafft den Kindern auch
die Möglichkeit, ihre Umwelt und die Auseinandersetzung mit dieser
bereits gegenwärtig in das Lernen miteinzubeziehen. Die Schule "Caminito
de Jesús" hat Räume, die außerhalb der Schulzeit auch
zu anderen Zwecken genutzt werden können. Es sollen in Zukunft dort
Kurse und Veranstaltungen stattfinden; Kurse, die auch für Eltern
gelten, wie z.B. Alphabethisierungskurse, Nähkurse sowie kulturelle
AG`s für Musik und Theater, die den Zusammenhalt einer Gemeinschaft
und deren Eigenverantwortung und Motivation fördern. Die Eltern werden
somit in die Schularbeit einbezogen.
| Durch
diese Integration der Eltern steigt auch deren Bewusstsein für die
Bedeutung der Bildung ihrer Kinder. Ein gutes Beispiel für gelungene
Zusammenarbeit von Familien und Schule ist die 1994 vollzogene Gründung
und Integration des Kindergartens in die Schule. Der Kindergarten hat dazu
beigetragen, Familien zu entlasten um somit vielen älteren Geschwistern
überhaupt zu ermöglichen, die Schule zu besuchen. |
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Konkrete Ziele der Schule "Caminito
der Jesus"
1. Bau
des Schulgebäudes beenden:
·Bau von zwei neuen Klassenzimmern
·Verputzen der Wände 2. Schulausstattung
verbessern:
·Tafeln, Kreide, Stifte, Papier, Bastelmaterial
·Musikinstrumente
·Einen Computer für das Büro
3. Umbau
des Kindergartens:
·Das Gebäude erweitern
·Die Fenster vergrößern zur Verbesserung der Belüftung
und des Lichteinfalls
4. Errichtung
einer Gemeinschaftsküche:
.Durch diese Einrichtung soll den Kindern eine kostenlose Mahlzeit am Tag
gewährleistet werden.
Weitere Ziele
1. Erweiterng
der Schullaufbahn
·Erweiterung der Klassenstufen bis zur 10. Klasse, da es im naheren
Umfeld keine weiterführenden Schulen gibt
2. Installierung
einer Regenwassernutzungsanlage
3. Nachmittagskurse:
.Alphabetisierungskurse
.Nähkurse
.Arbeitsgemeinschaften
4. Nutzung von Solarenergie
.z.B. Solarküche
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