Weihnachtsbrief 2025

Hamburg den 17 November 2025                                                                                                                                                                                                                                                   

Liebe Paten, Sponsoren und Freunde Ojala e.V.,

ich grüße Sie herzlich und hoffe, dass Sie diese drei Advents schönen Tagen zusammen mit Ihren Freunden und Ihrer Familie verbracht haben.

„In meinem schönen Land wird derzeit auf Knien um Gesundheit gebettelt, es hat den Tiefpunkt menschlichen Elends erreicht und zerstört uns … Es gibt eine Grenze, die niemand überschreiten darf, wenn er den Staat anfleht, dass Kinder, Erwachsene und ältere Menschen aufgrund fehlender Medikamente in staatlichen Krankenhäusern sterben.

Der Staat hört nicht mehr auf das Volk. Das Leben von Menschen ist nicht verhandelbar, es kann nicht ausgesetzt oder von Budgetkürzungen abhängig gemacht werden.

Für die Ecuadorianer war dieses Jahr, das bald zu Ende geht, ein Jahr mit vielen Todesfällen. Im Gespräch mit Müttern erzählen sie, dass die Weihnachtsstimmung gedämpft ist, aus Angst vor Kriminalität.

Früher freuten sich alle, wenn die Feuerwerkskörper knallten. Jetzt knallen nur noch Kugeln!

Sie sind unglaubliche Menschen, und ich bin sehr glücklich, meine Gefühle mit Ihnen teilen zu dürfen.

Vielen Dank für Ihre große Unterstützung. Mit großer Freude und Dankbarkeit möchte ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank aussprechen.

Vielen Dank für Ihre Zusammenarbeit!

Ich werde die Güte, die Sie uns entgegenbringen, immer dankbar in meinem Herzen tragen.

Für diese Zeit wünsche ich Ihnen Momente mit Ihren Lieben, Freude, Liebe, Wärme, Besinnlichkeit und Gelassenheit.

Genießen Sie die Festtage und die Liebe in vollen Zügen.

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2026 wünscht Ihnen

Margarita und die Gruppe von Ojala e.V.

Schüler, Lehrer und Eltern.

Grüße von Margarita aus Ecuador

Liebe Paten,

seit dem 22. Juni bin ich in Ecuador.

Mein einziger Bruder ist zusammengebrochen und musste als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert werden. Wir, die Familie, kümmern uns Tag und Nacht um ihn. In den Krankenhäusern gibt es weder Hygieneartikel noch Medikamente, alles muss privat gekauft werden.

Mein armes Land…

Weiterhin herrscht in Ecuador politische Instabilität, soziale Unsicherheit, wirtschaftliches Ungleichgewicht, ein hohes Maß an Gewalt und organisierter Kriminalität. Das belastet alle Familien, die mit einer komplexen und schwierigen wirtschaftlichen Situation konfrontiert sind und überaus erheblichen Herausforderungen.

Gestern, am Freitag den 18. Juli konnte ich zum ersten Mal seit meiner Ankunft in Ecuador die Schule besuchen. Die Kinder, die Eltern, das Lehrpersonal wieder zu sehen, lassen mich meine Traurigkeit, die ich im Herzen trage, vergessen. Die Kinder freuen sich singen und tanzen. Sie alle fragen nach ihren Paten und senden liebevolle Gedanken und Grüße.

Wir befinden uns, was die Finanzierung der Schule angeht, in einer schwierigen Situation. Die Gehälter der Lehrer liegen zwischen 400$ und 470$, was dem Grundeinkommen in Ecuador entspricht. Es stimmt, dass das Grundgehalt der verbeamteten Lehrer zwischen 870$ und 2508$ liegt, je nach festgelegter Einstufung.

Der Warenkorb/Verbraucherpreisindex übersteigt 1000$. Die Familien haben keine Arbeit, viele von ihnen sind pro bono beschäftigt.

Die finanzielle Situation der Schule ist nicht ausgeglichen. Jeder Tag ist eine Herausforderung, wir sind wieder mit 6798$ im Minus bei der Sozialversicherung. Das Lehrpersonal benötigt eine Gehaltserhöhung.

Ich werde Sie aus Ecuador, meinem wunderschönen Land, auf dem Laufenden halten.

Eine große Umarmung und Segenswünsche für Sie!